Was hilft, wenn das eigene “Gesundheitsfass” leer ist?

Was hilft, wenn das eigene “Gesundheitsfass” leer ist?

Annett ist dank Rotem Ginseng wieder topfit.

Was hilft, wenn das eigene “Gesundheitsfass” leer ist?

Schon früh musste Annett Blohm erkennen, dass unsere Gesundheit ein wertvolles Gut ist, auf das wir achten sollten. Zuerst widmete sie als Physiotherapeutin bereits große Teile ihres Lebens der Wiederherstellung von Gesundheit, inzwischen arbeitet die Potsdamerin als Heilpraktikerin. Schließlich half ihr das erlernte Wissen über Heilung an ihrem eigenen schwersten Lebenspunkt.

Schwere Krankheit erlebte sie früh

Die Gesundheit als Lebensthema rückte für die heute* 55-Jährige Annett vor dreißig Jahren in den Fokus, als ihre Mutter mit nur 51 Jahren an Krebs verstarb. Sie wünschte sich damals von ihren drei Kindern, dass diese unbedingt auf ihre Gesundheit achten sollten. Annett nahm sich diesen Wunsch zu Herzen.

Sie war 25, fiel zunächst in Depressionen und litt unter Angstzuständen. Ihre Therapie wurden sportliche Betätigungen, besonders das Laufen. „Zu jeder Jahreszeit durch die Natur zu laufen und dabei den eigenen Schritten zuzuhören, ist wie eine Meditation. Das bringt Ruhe und sortiert innerlich“, sagt sie heute. Jeden zweiten Tag läuft sie zehn Kilometer durch den nahe gelegenen Sanssouci-Park in Potsdam. „Das ist ein besonderer Kraftort“, meint sie lächelnd. Beim Laufen kann sie am besten abschalten und sich gleichzeitig fit halten. Nach vielen Jahren des Trainings beteiligte sie sich inzwischen schon an Marathons und sogar Ultra-Marathonläufen mit 100 km Länger oder mehr. Der Wunsch ihrer Mutter ließ die aktive Läuferin nicht los: sie beschäftigte sich nicht nur mit ihrer eigenen Gesundheit, sondern auch mit der anderer Menschen. Zuerst ließ sie sich zur Physiotherapeutin ausbilden, dann zur Heilpraktikerin.

“Jede Person hat ihr persönliches Gesundheitsfass”

In Annetts Praxis kommen oft Menschen mit unklaren Symptomen oder solchen, die als „austherapiert“ gelten, was bedeutet, es besteht keine schulmedizinische Therapiemöglichkeit mehr. Nicht wenige, die zu ihr kommen, leiden unter dem Burnout-Syndrom, Folgen von Dauerstress oder chronischen Infektionen. Um diesen Menschen die individuelle Gesundheitssituation deutlich zu machen, hat Annett ein anschauliches Bild: „Jeder Mensch kommt mit einem persönlichen ‚Gesundheitsfass’ zur Welt. Das kann klein oder groß, gefüllt oder fast unerschöpflich sein, wie bei Menschen mit starker Gesundheit beispielsweise. Erschöpfung ist ein Zustand aufgebrachter Reserven.Es kann aber auch schon bei der Geburt nur halb gefüllt sein, z. B. wegen einer Schwermetallbelastung, Viruslast oder auch durch mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft“, so die Heilpraktikerin. Doch an der Grundkonstitution des jeweiligen Menschen – also der körperlichen Anlage, der allgemeinen Verfassung – lässt sich etwas verändern. „Da können Menschen entsprechend ihrer eigenen Möglichkeiten sehr viel für sich tun“, sagt Annett. Insoweit sei jeder Mensch verantwortlich für die eigene Gesundheit, denn die Lebensführung sei ein oft unterschätzter, aber immenser Faktor.

Ein neuer Schicksalsschlag knockt sie aus

Doch für Annett ging es plötzlich wieder um eine schwere Diagnose im eigenen Kreis: im Oktober 2012 musste Annett Blohm einen weiteren schweren Lebenseinschnitt verkraften: Ihr 23-jähriger Sohn erkrankte an akuter myeloischer Leukämie (AML). Für diese bösartige Blutkrebsform gibt es auch heute noch schlechte Prognosen. „Ein Jahr lang lebten meine Familie und ich zwischen Hoffen und Bangen. Ich führte ein Leben in zermürbendem Dauerstress“, so die 55-Jährige. Ihr Sohn starb ein Jahr darauf, trotz Stammzellspender. „Das war eine schwere Zeit. Der unverarbeitete Tod, Trauer, Wut, Fassungslosigkeit – ich war am Ende meiner Kräfte“, erinnert sich Annett.

Zwei Jahre zuvor war sie zum ersten Mal mit der Regulationsmedizin in Berührung gekommen, lernte nach ihrer Ausbildung zur Heilpraktikerin die innovative Kairos-Methode kennen: eine ganzheitliche Untersuchungs- und Therapiemethode, die der Kinesiologie entstammt. Sie beruht auf einer manuellen Testung von Muskeln, mit der zum Beispiel Stoffwechselprobleme, Allergien, Umweltgifte oder seelische Traumen als Krankheitsverursacher aufgedeckt werden können. Noch wichtiger: auch potenziell heilsame Arzneimittel können mit der Methode auf ihre patientenindividuelle Wirkung geprüft werden.

Hilfe aus dem Tief brachte ein Naturheilmittel

Als Annett nach dem Tod ihres Sohnes nicht mehr weiterwusste, suchte sie Hilfe bei ihrem Kairos-Ausbilder. Die Testung zeigte, dass sich Koreanischer Roter Ginseng als bestes Therapeutikum für sie eignete. Die Besonderheit der asiatischen Wurzel: Sie ist ein sogenanntes Adaptogen, wirkt also ausgleichend auf körperliche, geistige und seelische Lebensbelastungen gleichermaßen. Beispielsweise werden bei fehlendem Energiemangel die erschöpften Kraftreserven wieder aufgebaut. Hyperaktive Körper- oder überschießende Gefühlszustände werden wiederum harmonisiert. Die in Panax Ginseng, so der wissenschaftliche Name, enthaltenen Ginsenoside, von denen einige in rotem Ginseng noch verstärkt auftreten beziehungsweise bei dem ihn färbenden Dämpfungsverfahren sogar erst gebildet werden, sorgen im menschlichen Körper für diesen Ausgleich. „Schon nach zwei Wochen der Einnahme hatte ich wieder mehr Kraft und kam langsam aus meinem seelischen Tief heraus“, erinnert sich Annett. Danach ging es dank hochkonzentriertem Rotem Ginseng mit ihrer Gesundheit weiter bergauf, sie hatte das Tief überwunden.

Ihrem Sohn gedenkt die Potsdamerin auf eine ganz besondere Art und Weise: Jedes Jahr zu seinem Geburtstag findet sich die Familie zusammen, um gemeinsam eine Menge Luftballons aufsteigen zu lassen: „Diese Ballons sind quasi seine Geburtstagskerzen, und das ist für mich und uns alle ein positives Zeichen“, so Annett Blohm.

*Stand 2024

Gut zu wissen:

Wurzelextrakte aus Rotem Ginseng werden vor allem als Kräftigungs- und Aufbaumittel zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in der Rekonvaleszenz nach Krankheiten verwendet. Das Arzneimittelbild von Ginseng entspricht der ostasiatischen Vorstellung zur Erlangung eines langen Lebens in Gesundheit. Die seit Jahrhunderten bekannten adaptogenen Effekte von Ginseng zielen auf verschiedene Organsystem- und Körperfunktionen. Empfehlenswert für eine zielgerichtete Behandlung sind reine, hochkonzentrierte Produkte aus der Apotheke oder dem Reformhaus und eine Anwendung von mindestens 4 Wochen.

In Deutschland und Europa ist Roter Koreanischer Ginseng als Arzneimittel zugelassen und wird neben Mistel als einizges Naturheilmittel erfolgreich als Begleittherapeutikum in der Onkologie eingesetzt.

(Quelle: Hänsel R, Sticher O (Hrsg.): Pharmakognosie – Phytopharmazie. Heidelberg, Springer, 2010.)

Bildmaterial: Marion Kaden

Weitere Infos: Burn-out-Syndrom, Ginseng bei Fatigue / Erschöpfung

Nach oben