<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hämatologie Archive - Mutmachseiten.de</title>
	<atom:link href="https://mutmachseiten.de/category/haematologie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://mutmachseiten.de/category/haematologie/</link>
	<description>Mutmachseiten.de</description>
	<lastBuildDate>Tue, 16 Sep 2025 15:02:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>
	<item>
		<title>Vanessa lässt sich von der Hämophilie A nicht aufhalten</title>
		<link>https://mutmachseiten.de/vanessa-laesst-sich-von-haemophilie-a-nicht-aufhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbanik]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Feb 2025 09:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hämatologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mutmachseiten.de/?p=28748</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwei Katzen leben an ihrer Seite, ihren Körper zieren bislang fünf Tattoos, und es sollen noch mehr werden. Das Fitness-Studio oder Inlineskaten gehören zu ihrem alltäglichen Sport-Programm. Was für die meisten jungen Leute ganz normal ist, braucht bei Vanessa (21*) immer ein wenig mehr Überlegung: kann sie ihrem Körper das zumuten? Denn Katzen können  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/vanessa-laesst-sich-von-haemophilie-a-nicht-aufhalten/">Vanessa lässt sich von der Hämophilie A nicht aufhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="width:calc( 100% + 0px ) !important;max-width:calc( 100% + 0px ) !important;margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-bg-blend:overlay;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-margin-top-small:4vw;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h1 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="font-family:&quot;Karla&quot;;font-style:normal;font-weight:400;margin:0;text-transform:none;--fontSize:30;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Hämatologie</h1></div><div class="fusion-text fusion-text-1" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><em>Zwei Katzen leben an ihrer Seite, ihren Körper zieren bislang fünf Tattoos, und es sollen noch mehr werden. Das Fitness-Studio oder Inlineskaten gehören zu ihrem alltäglichen Sport-Programm. Was für die meisten jungen Leute ganz normal ist, braucht bei Vanessa (21*) immer ein wenig mehr Überlegung: kann sie ihrem Körper das zumuten? Denn Katzen können kratzen, die Tätowiernadel verletzt die Haut, und auch beim Sport riskiert man schnell eine Verletzung. Für Vanessa könnte eine Blutung lebensbedrohlich werden. Denn die junge Frau hat schwere Hämophilie A – eine unheilbare Blutgerinnungsstörung. Seit 2021 bekommt Vanessa eine moderne Antikörper-Therapie – und damit stehen ihr völlig neue Möglichkeiten offen. </em></p>
<p><em><br /></em></p>
</div><div class="fusion-video fusion-youtube" style="--awb-max-width:600px;--awb-max-height:360px;--awb-align-self:center;--awb-width:100%;"><div class="video-shortcode"><div class="fluid-width-video-wrapper" style="padding-top:60%;" ></div></div></div><div class="fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);"><p style="font-weight: 400;">Die Kinderärztin dachte, sie hätte sich geirrt</p></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-2" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Hämophilie A tritt bei Mädchen und Frauen äußert selten auf – Vanessa ist eine von geschätzt zehn Patientinnen in Deutschland. Selbst erfahrene Ärzte stutzen oft erst einmal, wenn sie sich mit den typischen Symptomen vorstellt. Denn da die seltene Erkrankung auf dem X-Chromosom vererbt wird, können Frauen diesen Defekt eigentlich mit dem zweiten X-Chromosom ausgleichen, Männer nicht. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-28764" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-300x300.png" alt="Definition der Mutmachseiten für Hämophilie A" width="320" height="320" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-200x200.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-400x400.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-600x600.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-768x768.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-800x800.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1-1024x1024.png 1024w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_1Def.-Mutmachseiten1.png 1080w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" />Daher sind deutlich mehr Männer von ihr betroffen. Frauen sind meist nur Überträgerinnen von Hämophilie A und selbst kaum merklich betroffen.</p>
<p>Bei Vanessa hingegen war schon früh aufgefallen, dass etwas nicht stimmt: Als sie als kleines Mädchen zu krabbeln begann, bildeten sich schwarzblaue Flecken auf ihrer Brust – riesige Hämatome, die nur schwer heilten. Die Kinderärztin bekam zwar den richtigen Befund aus der Blutuntersuchung. „Aber sie dachte, sie hätte sich geirrt, und sagte nichts“, erzählt Vanessa. Die seltene Diagnose wurde erst einige Zeit später in einer Klinik gestellt und ausgesprochen.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-3 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Oft musste ihr Vater sich erklären</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-3" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Obendrein passte ihr „Helikopter-Vater“ auf, dass seinem Augenstern nichts geschah. „Eine Rabaukin“ sei sie dennoch gewesen, gesteht Vanessa. Herumtoben, auch mal tollpatschig sein, kleinere Unfälle waren – wie bei jedem anderen Kind auch – für Vanessa an der Tagesordnung. Doch sie trug dann sofort blaue Flecken davon. Die schmerzten, brauchten lange, bis sie abheilten – doch wirklich schlimm war für Vanessa, dass dem fürsorglichen Vater häufig unterstellt wurde, er täte dem Mädchen diese Verletzungen an. Die permanenten Hämatome an ihren Armen und Beinen sorgten für Erklärungsnot. Und das damit verbundene Misstrauen in ihrer Umgebung machte Vanessa häufig zu schaffen. „Dabei habe ich meinen Papa so vergöttert!“, sagt sie. „Und er mich auch.“ Als er schließlich nicht mehr bei ihr war, kam bald der Wunsch nach der ersten Tätowierung auf: „Ein Tattoo für Papa!“ Die große Liebe zu ihm wollte die Tochter einfach sichtbar machen. Nur leider ging das zunächst nicht, denn auch hier stand die Hämophilie im Weg. Zu gefährlich wäre es gewesen, durch die Nadel eine große Blutung zu riskieren.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-4 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Mit innovativer Therapie ist dann doch vieles möglich</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-4" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Vanessa wurde 2021 von ihrem Arzt auf eine moderne Therapie mit einem Antikörper aufmerksam gemacht. „Endlich keine Spritzen mehr“, war das Erste, was Vanessa sich darüber merkte. Dabei stimmte das so nicht ganz. Die Erleichterung, nicht mehr ständig zum Spritzen in die Vene zum Arzt zu müssen, war allerdings sofort nach der Umstellung für sie spürbar. Denn das neue Medikament muss nur noch alle 4 Wochen subkutan, also unter die Haut, injiziert werden. <img decoding="async" class="alignleft wp-image-28767" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-400x400.png" alt="Hämophilie A ist eine genetisch bedingte Blutgerinnungsstörung, von der nur selten Frauen betroffen sind. Vanessa ist eine von nur zehn Frauen mit Hämophilie A in Deutschland." width="350" height="350" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-200x200.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-400x400.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-600x600.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-768x768.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-800x800.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie-1024x1024.png 1024w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2025/02/HaemophilieA_2-Def.-Mutmachseiten-Kopie.png 1080w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Und das schafft Vanessa allein und zu Hause: „Man hat mir in der Arztpraxis gezeigt, wie ich unter die Haut spritzen muss“, erzählt sie, stolz darauf, dass sie das allein schafft – und enorm erleichtert, dass die Therapie nicht nur einfacher ist, sondern ihr auch mehr Sicherheit gab: Als erstes erfüllte sie sich ihren Wunsch nach dem Tattoo für ihren Vater. Nach einem Test im Tätowierstudio war geklärt: der Tätowierer kann den Körperschmuck aufbringen, ohne dass es zu auffälligen Blutungen kommt. „Ich habe mir Papas Sternbild, Zwillinge, tätowieren lassen“, erzählt sie freudestrahlend. „Und dazu sein Geburtsjahr.“</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-5 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);"><p style="font-weight: 400;">Die alten Narben können endlich verheilen</p></h2></div><div class="fusion-text fusion-text-5" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Einige Monate vor der Therapieumstellung lernte Vanessa ihren Partner Daniel kennen. Ein gemeinsamer Freund stellte sie einander vor. „Er rief mich an und fragte, ob ich Vanessa mal kennenlernen wollte“, erinnert sich Daniel. Seither sind die zwei ein Paar. „Am Anfang durfte ich meine Freundin noch nicht einmal leicht anfassen, da sie sofort blaue Flecken bekam. Das ist heute viel besser geworden“, erinnert er sich an den deutlich spürbaren Unterschied mit Vanessas neuer Therapie. Für die junge Frau hat sich seit der Therapieumstellung Einiges zum Guten geändert, auch Dinge, mit denen sie so vorher nicht gerechnet hat: „Gerade die Narben durch das ständige Spritzen in die Venen waren einfach nicht schön, besonders wenn ich mal im Sommer ein Kleid oder Top anziehen wollte.“ Seit der Umstellung verblassen die Narben. Ganz verschwinden werden sie nicht und werden Vanessa immer an die alte Zeit erinnern. Doch jetzt hat sie daneben auch ihre Tattoos, die ihr zeigen, dass eine vermeintlich kleine Veränderung wie die Wahl einer modernen Therapie große Auswirkungen haben kann. Denn nun ist Vanessa beim Verwirklichen all ihrer Pläne gut geschützt.</p>
<p>*Stand 2024</p>
<p>Bildmaterial: <a href="https://fotoart4you.jimdoweb.com">Gerd Bülte / fotoart4you</a></p>
<p><a href="https://mutmachseiten.de/zwillinge-und-ihre-seltene-genetische-haemophilie/">Weitere Mutmachgeschichten zu Hämophilie A</a></p>
<p>Sind Sie als Vertreter*in der Publikumspresse oder als Medizinredakteur*in auf der Suche nach authentischen und ergreifenden Geschichten? Wir haben bereits alles für Sie vorbereitet. <b>Schreiben Sie uns an!</b></p>
<div></div>
<div></div>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/vanessa-laesst-sich-von-haemophilie-a-nicht-aufhalten/">Vanessa lässt sich von der Hämophilie A nicht aufhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwillinge mit derselben genetischen Hämophilie</title>
		<link>https://mutmachseiten.de/zwillinge-und-ihre-seltene-genetische-haemophilie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbanik]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 14:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Hämatologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mutmachseiten.de/?p=28188</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als die Zwillingsschwestern klein waren, ahnten sie nicht, dass sie ihren Söhnen einmal die seltene Hämophilie A vererben würden. Sie kannten ihre genetische Disposition nicht, denn trotz manchmal verstärkter oder längerer Blutungen waren auch ihre früheren Ärzte ahnungslos.  Die gleichen blonden Haare, die gleichen wachen Augen – als Johanna und Alina vor  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/zwillinge-und-ihre-seltene-genetische-haemophilie/">Zwillinge mit derselben genetischen Hämophilie</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="width:calc( 100% + 0px ) !important;max-width:calc( 100% + 0px ) !important;margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-bg-blend:overlay;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-margin-top-small:4vw;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-title title fusion-title-6 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h1 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="font-family:&quot;Karla&quot;;font-style:normal;font-weight:400;margin:0;text-transform:none;--fontSize:30;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Hämatologie</h1></div><div class="fusion-text fusion-text-6" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><div><i>Als die Zwillingsschwestern klein waren, ahnten sie nicht, dass sie ihren Söhnen einmal die seltene Hämophilie A vererben würden. Sie kannten ihre genetische Disposition nicht, denn trotz manchmal verstärkter oder längerer Blutungen waren auch ihre früheren Ärzte ahnungslos.</i></div>
<div></div>
<div></div>
</div><div class="fusion-text fusion-text-7" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><div>
<p>Die gleichen blonden Haare, die gleichen wachen Augen – als Johanna und Alina vor 43 Jahren auf die Welt kamen, waren die Schwestern kaum auseinander zu halten. Und wie es bei eineiigen Zwillingen oft ist: „Wir waren sehr eng“, erzählen die beiden. Ganze 23 Jahre lang blieb es so, bis aus den Mädchen junge Erwachsene geworden waren. Mit Mitte 20 starteten die beiden Schwestern aus dem rheinischen Neuss durch: Johanna heiratete Marcus und wurde zum ersten Mal Mutter – Sohn Maximilian hat mittlerweile sein Abitur in der Tasche -, und Alina zog für einen Luxusmakler nach Salzburg, um dort das Geschäft aufzubauen.</p>
<p>Damals ahnte noch niemand, dass die beiden jungen Frauen sich auch in einer seltenen genetischen Disposition gleichen: sie können an ihre Söhne eine Blutgerinnungsstörung vererben, sind sogenannte Konduktorinnen, Überträgerinnen der Krankheit. Betroffen von der im Volksmund „Bluterkrankheit“ genannten Hämophilie A sind fast ausschließlich Jungen, und das mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%. Oft wissen Frauen, wie auch die beiden Schwestern, nicht, dass sie das Gen in sich tragen, da sie selbst kaum Symptome der chronischen Erkrankung haben oder diese nicht richtig erkannt werden. Johanna und Alina zum Beispiel litten als Kinder nach ihrer Mandelentfernung unter extremen Nachblutungen. Auch ihre erste Menstruation hielt voll drei Wochen unvermindert an. Kein Arzt, keine Ärztin schöpfte Verdacht.</p>
</div>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-7 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Erst der zweite Sohn war betroffen</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-8" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="none"><img decoding="async" class="alignright wp-image-22819" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten.png" alt="" width="350" height="350" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-200x200.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-400x400.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-600x600.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-768x768.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-800x800.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-1024x1024.png 1024w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten.png 1080w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></span></p>
<p>Es war Johanna, die mit Geburt ihres zweiten Sohnes Felix erfuhr, dass sie Überträgerin ist. Dem gesunden Sohn Maximilian folgte 2012 Felix und erbte die Erkrankung in einer schweren Form. Der Kleine war gerade acht Monate alt, als plötzlich Hämatome an seinem Bauch auftauchten. „Der Kinderarzt hielt die blauen Flecken für Prellungen“, erinnert Johanna sich. Sie solle sich keine Sorgen machen, hieß es. Doch vorsorglich wurde die Familie in die Uniklinik Düsseldorf überwiesen. Eine Blutuntersuchung brachte die eindeutige Diagnose: Hämophilie A.</p>
<p>Für Familie Stein begann eine Odyssee. Jede Verletzung von Felix war ein lebensbedrohliches Ereignis. Behandelt wurde die Krankheit zunächst mit Injektionen des Faktor VIII, einem wichtigen Baustein der Blutgerinnung, der den Erkrankten fehlt. In einer Operation bekam der Kleine dafür extra einen Portkatheter unter sein Schlüsselbein, weil die Venen von kleinen Kindern zum Spritzen oft einfach zu dünn und kaum sichtbar sind. Felix musste darüber mehrmals pro Woche gespritzt werden. Zunächst ging das nur in der Klinik, die Eltern mussten den vor Schmerzen schreienden Felix festhalten. Nach dem Besuch eines sogenannten Spritzenkurses konnten die Eltern die Behandlung zuhause durchführen: Vater Marcus und Bruder Maximilian hielten Felix fest, Johanna spritzte. Felix schrie, er weinte. Alle litten. Es war ein täglicher Kampf, der bis zu seinem 6. Geburtstag anhalten sollte.</p>
<p>Dann, endlich, wurde Felix‘ Eltern ein modernes Medikament empfohlen, das subkutan, also zum Beispiel in eine Bauchfalte, und viel seltener gespritzt werden kann.<span data-ccp-props="{"><br />
</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-8 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Ein Leben auf der anderen Seite der Welt</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-9" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Während Johanna und ihre Familie in Düsseldorf um die Gesundheit von Felix kämpften, zerbrach Alinas Beziehung. Sie entschied: „Ich brauche eine Auszeit.“ Im Dezember 2014 macht sie sich auf nach Südamerika, kommt nach Costa Rica, Nicaragua, Kuba, Kolumbien. Sechs Monate später erreicht sie Ecuador und begegnet drei Schamanen. Sie prophezeien Alina: hier wird sie ihre wahre Liebe kennenlernen und mit ihm zwei Kinder bekommen, ein Mädchen und einen Jungen. „Verrückt,“ denkt die damals 33-Jährige, denn eigentlich war ihr medizinisch schon lange bescheinigt worden, sie könne keine Kinder bekommen. Doch dann trifft sie auf Nantu, einen Medizinmann der im Amazonas lebenden Indigenen. Es ist auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Doch Alina will vernünftig sein, reist wieder ab. Nur eine Woche später kehrt sie zurück zu diesem besonderen Mann, zwei Wochen später heiraten die beiden ungleichen Liebenden, weitere drei Monate später ist Alina schwanger.</p>
<p>Im April 2016 wird Tochter Maya dann in Österreich geboren, wohin ihre Mutter wegen einer schweren Erkrankung während der Schwangerschaft zurückgeflogen war. Die Kleine ist ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, doch drei lange Jahre kann Alina mit der gemeinsamen Tochter nicht zurück zu ihrem Mann und Mayas Vater. Endlich klappt es mit der Rückreise nach Ecuador. Sechs Jahre später wird Alina zum zweiten Mal schwanger. Im Juni 2022 wird ein Junge geboren, Natem. Die Schamanen hatten Recht behalten.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-9 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Sechs Autostunden bis zum nächsten Krankenhaus</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-10" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Was sie nicht prophezeit hatten: Natem teilt das Schicksal von Alinas Neffen Felix. Auch er hat schwere Hämophilie A geerbt. Nach einer Untersuchung in seinem Geburtskrankenhaus im Amazonas färbte sich seine kleine Babyhand über Nacht schwarzblau, verursacht durch ein riesiges Hämatom und die Blutgerinnungsstörung.</p>
<p>Alina war geschockt. Doch ihr blieb keine Zeit zum Nachdenken. „Johanna hat direkt Alarm geschlagen, sie wusste sofort, dass auch Natem Hämophilie A hat,“ sagt Alina rückblickend. „Ich habe oft gedacht: Was, wenn es mich auch trifft?“ Denn seit Felix‘ Diagnose war sie sich des großen Risikos einer Übertragung der chronischen Krankheit immer bewusst. Und so überraschend ihre zweite Schwangerschaft auch kam, hatte sie das Baby doch unbedingt gewollt. Und sie kannte Felix‘ Probleme mit seinen Medikamenten, hatte seine OPs aus der Ferne mitbekommen und welche Traumata und Ängste die schmerzhafte Therapie (nicht nur) bei ihm ausgelöst hatten. Sie waren nur mit viel Liebe, Ablenkung durch besondere Unternehmungen und auch einen Kinderpsychologen zu mildern gewesen.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-10 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Die Verfügbarkeit der Therapie spielt eine immense Rolle</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-11" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Der Aufwand, medizinische Hilfe und Medikamente zu organisieren, ist im Amazonasgebiet ungleich höher als hier in Deutschland. Von ihrem Wohnort aus fährt Alina sechs nicht ungefährliche Autostunden bis ins Kinderkrankenhaus in Quito. „Zum Glück habe ich ein Auto, das funktioniert“, sagt sie. Und auch, wenn sie dafür „alle Kräfte zusammennehmen muss“, wie sie gesteht, blieb sie mit den Kindern in Ecuador. Selbst, als im Krankenhaus schwere Behandlungsfehler gemacht wurden, gegen die Alina und ihr Mann glücklicherweise erfolgreich klagen konnten.</p>
<p>Sobald Natem beginnen würde zu laufen, würden sich die Blutungen besonders in Gelenken und Muskulatur häufen, wusste Alina durch Johannas Erfahrungen. Der Kleine musste schnell eine hilfreiche Therapie erhalten. Die Familie hatte Glück im Unglück: Weil die Erkrankung in Ecuador als „Katastrophenkrankheit“ gilt, zahlt der Staat die nötigen Medikamente. Und nicht zuletzt durch Johannas Hilfe bekommt auch der inzwischen zweijährige Natem die gleiche moderne Therapie wie sein älterer Cousin Felix. „Als erstes Kind in Ecuador und lebenslang“, freut sich Alina, dass sie dies für ihr Kind erstreiten konnte. Denn auch hierfür musste sie vor Gericht, und auch sonst ist es im Amazonas noch schwierig. Bei den jüngsten Unruhen im Land konnte Alina immerhin erreichen, dass die Medikamente für Natem zu ihr gebracht werden.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-11 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Chronisch krank und trotzdem voll dabei</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-12" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>In Düsseldorf vermisst Johanna die Schwester und deren Familie. „Es ist schade, dass die Kinder sich kaum kennen“, sagt sie. Video-Telefonate helfen, ersetzen aber kein reales Treffen. Aus dem kleinen Felix ist ein zwölfjähriger Teenager geworden, dem man seine chronische Erkrankung nicht anmerkt. Früher malte er viel und griff dabei fast nur zur schwarzen Farbe. Erst mit der neuen Therapie wurden seine Bilder bunter und fröhlicher, wie der Junge selbst. Seit Jahresbeginn 2024 hat er keinen Port mehr unter dem Schlüsselbein, die permanent offene Stelle am Körper, durch die früher Medikamente in seinen Körper flossen. Sie wurde überflüssig, weil Felix mit der modernen Therapie nur noch alle zwei Wochen unter die Haut gespritzt werden muss. Auch bei Natem reicht dieses Behandlungsintervall.</p>
<p>Man sieht den Jungen nicht mehr an, dass sie chronisch krank sind. Zwar hat Felix einen Schwerbehindertenausweis, kann jedoch eine normale integrative Schule in Düsseldorf besuchen, inzwischen sogar ohne spezielle Begleitung. Und auch, wenn er nicht alle Sportarten selbst ausüben darf: „Bei Mannschafts-Sportarten, bei denen häufig gerempelt wird, muss er vorsichtig sein“, sagt Johanna, so ist er doch ein sportlicher Junge. Schwimmen, Skifahren, Radfahren und Laufen darf er, auch Trampolinspringen ist in Maßen erlaubt und auch wichtig für ihn: „Gute Muskeln stabilisieren die Gelenke, und in stabilen Gelenken kommt es seltener zu Blutungen“, weiß seine Mutter. Anfangs durfte er in der Schule nur zuschauen, inzwischen spielt er mit – und zwar richtig gut! Felix‘ Lieblings-Fußballverein? „Natürlich Fortuna Düsseldorf!“</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-12 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Die Zwillingsverbindung hält sie zusammen</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-13" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Wie sich die schwere Hämophilie A bei seinem kleinen Cousin Natem weiterentwickelt, lässt sich noch nicht sagen. Doch der Kleine ist ein fröhlicher Wirbelwind, der sämtliche Herzen mit einem Augenaufschlag für sich einnimmt. Dabei mochte er unter seiner alten Therapie vor Schmerzen nicht einmal laufen und bekam inzwischen eine 40%-ige Behinderung bescheinigt. Kaum zu glauben, wenn man sieht, wie viel Spaß der Junge jetzt an Bewegung hat. Im Sommer, so haben die beiden Schwestern geplant, wollen sich die Familien endlich treffen. Und weil sich Johanna und Alina nicht nur so ähnlich sind, sondern auch dieselbe Art haben, Herzenswünsche durchzusetzen, wird das auch klappen, sind sich die beiden sicher.</p>
<p>Und auch wenn Johanna und Alina sich schon seit Beginn ihrer Ausbildungszeit vor über 20 Jahren nur noch unregelmäßig treffen konnten, ist den eineiigen Zwillingen doch eins geblieben: eine „telepathische Verbindung“, wie Johanna es nennt. „Wir spüren, wenn es der anderen schlecht geht.“ Und dann sind sie füreinander da, obwohl oder gerade, weil sie heute in so unterschiedlichen Welten leben.</p>
</p>
<p><b>Bildnachweis:</b> Privat &amp; Nina Schöner Fotografie</p>
<p>Sind Sie als Vertreter*in der Publikumspresse oder als Medizinredakteur*in auf der Suche nach authentischen und ergreifenden Geschichten? Wir haben bereits alles für Sie vorbereitet. <b>Schreiben Sie uns an!</b></p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/zwillinge-und-ihre-seltene-genetische-haemophilie/">Zwillinge mit derselben genetischen Hämophilie</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Es war für uns die große Wende!&#8220;</title>
		<link>https://mutmachseiten.de/es-war-fuer-uns-die-grosse-wende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbanik]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2023 15:07:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Hämatologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mutmachseiten.de/?p=26493</guid>

					<description><![CDATA[<p>Marlon (14*) kam mit einer erblich bedingten Blutgerinnungsschwäche auf die Welt. Seine Kindheit war geprägt von täglichen Spritzen, das Leben der gesamten Familie drehte sich um die notwendige Therapie. Vor vier Jahren bekam Marlon die Chance, an einer Studie für innovative Therapiemöglichkeiten teilzunehmen. Seither führt er ein ganz neues, freies Leben. Er sagt:  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/es-war-fuer-uns-die-grosse-wende/">&#8222;Es war für uns die große Wende!&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="width:calc( 100% + 0px ) !important;max-width:calc( 100% + 0px ) !important;margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-bg-blend:overlay;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-margin-top-small:4vw;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-title title fusion-title-13 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h1 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="font-family:&quot;Karla&quot;;font-style:normal;font-weight:400;margin:0;text-transform:none;--fontSize:30;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Hämatologie</h1></div><div class="fusion-text fusion-text-14" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><div>
<p>Marlon (14*) kam mit einer erblich bedingten Blutgerinnungsschwäche auf die Welt. Seine Kindheit war geprägt von täglichen Spritzen, das Leben der gesamten Familie drehte sich um die notwendige Therapie. Vor vier Jahren bekam Marlon die Chance, an einer Studie für innovative Therapiemöglichkeiten teilzunehmen. Seither führt er ein ganz neues, freies Leben. Er sagt: „Man darf es halt nicht übertreiben.“, und geht seinen aktiven Hobbys nach wie jeder andere Teenager.</p>
</div>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-14 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Von Geburt an krank</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-15" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="none"><img decoding="async" class="alignright wp-image-22819" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten.png" alt="" width="350" height="350" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-200x200.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-400x400.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-600x600.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-768x768.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-800x800.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-1024x1024.png 1024w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten.png 1080w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></span></p>
<p><span data-ccp-props="{">Marlon ist vierzehn Jahre alt, ruhig, aber gern aktiv. Zuhause im Garten seiner Eltern springt er am liebsten auf dem Trampolin oder spielt Fußball. Seit vier Jahren geht er außerdem dem asiatischen Selbstverteidigungssport Wing Tsun nach, einer körperlich anspruchsvollen Kampfart. Was man ihm bei alldem nicht anmerkt: Marlon leidet seit seiner Geburt an seltener, schwerer Hämophilie A, der Bluterkrankheit. Dabei handelt es sich bei weitem nicht um eine nur bei Schnitt- oder Stichwunden gefährliche Krankheit. Auch jeder stumpfe Stoß kann innere Blutungen auslösen, die für Marlon gefährlich werden und schwere Folgeschäden bis hin zu dauerhaften Behinderungen mit sich bringen können.<br />
</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-15 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Auch kleine Verletzungen sind ein Risiko</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-16" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Hämophile, auch Bluter genannt, leiden unter einer Blutgerinnungsstörung. Stumpfe Verletzungen, die bei gesunden Menschen keine spürbaren Auswirkungen haben oder nur zu blauen Flecken oder kleinen Blutergüssen führen, heilen bei den Betroffenen nicht von allein. Marlon litt besonders an den Ellbogen unter Hämatomen, die sich zu harten,schmerzhaften Beulen entwickelten. Und das, obwohl erschon ab einem Alter von 9 Monaten zweimal täglich prophylaktisch den sogenannten Faktor VIII injiziert bekam. Dieser ersetzt einen bei Hämophilie-Patienten fehlenden oder verminderten Gerinnungsfaktor.</p>
<p>An Hämophilie A sind in Deutschland nur etwa 4.000 Menschen erkrankt, die meisten von ihnen sind männlich. Frauen treten meist nur als Konduktoren auf: Sie vererben die Krankheit, leiden aber selbst nicht oder nur sehr schwach unter ihr. „Ich habe immer mal wieder Hämatome, bei denen es ewig dauert, bis sie weg sind. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich eine Gerinnungsstörung habe“, sagt Marlons Mutter. Außer bei solch langwierigen Heilungsprozessen fiel ihre leicht beeinträchtigte Blutgerinnung nur bei den natürlichen, eigentlich normalen Geburten auf, als sie ungewöhnlich viel Blut verlor und Konserven benötigte. Doch erst<br />
nach der Diagnose ihres ersten bluterkranken Sohnes war auch ihre eigene klar. Bei Marlons Geburt lag dann schon ein Notfallmedikament bereit.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-16 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">&#8222;Er hat sehr gelitten.&#8220;</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-17" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Denn auch Marlons älterer Bruder Elia leidet an der Blutgerinnungsstörung. Seine Eltern dachten daher, sie wären beim zweiten kranken Kind vorbereitet. Aber „jedes Kind ist anders“, sagt Mutter Helga. Nach Elia bekam sie zwei gesunde Mädchen, Marlon folgte als Nachzügler. Eine Fruchtwasseruntersuchung auf Hämophilie kam für die Eltern nicht in Frage. Als sie erfuhren, dass sie wieder einen Sohn erwarteten, stellten sie sich psychisch auf die Möglichkeit der Erkrankung ein. Eine Testung des Nabelschnurblutes direkt nach der Entbindung brachte dann das Ergebnis: schwere Hämophilie A. „Elia war immer ein Sonnenschein, ist nach den Spritzen in die Vene fröhlich aufgestanden“, erinnert sich Helga. Doch bei Marlon war es anders. Er litt unter der Therapie, den ständigen Krankenhausaufenthalten. „Er hat geweint, wenn ich mich nur ins Auto setzte“, erinnert sich die Mutter. Zu groß war die Angst des Jungen, wieder zum Arzt zu müssen.<br />
</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-17 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Kaum ein Kinderarzt weiß über Hämophilie A Bescheid</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-18" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p style="text-align: left;" align="right">Marlons Eltern besuchten einen sogenannten Spritzenkurs, in dem sie 14 Tage lang lernten, ihrem Sohn die Injektionen zu setzen. Da die Venen bei kleinen Kindern sehr dünn sind, bekam Marlon schon früh einen Port unter das Brustbein gesetzt, über den er täglich die nötigen Injektionen erhielt. Doch innerhalb von nur drei Jahren musste sein Portsystem mehrmals erneuert werden, einmal gab die Klinik die falschen Nadeln mit nach Hause, einmal war die Membran des Ports defekt und schließlich kam es zu einer Infektion. „Wir dachten, Marlon stirbt!“, erinnert sich seine Mutter. Mit dem Hubschrauber wurden sie damals in die Klinik geflogen.</p>
<div id="attachment_28484" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28484" class="wp-image-28484 size-fusion-200" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-200x201.png" alt="Porträt von Dr. Goldmann, Experte für Hämostaseologie, auf www.mutmachseiten.de" width="200" height="201" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-200x201.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-400x401.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-600x602.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-768x771.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann-800x803.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2024/12/Portraet-Prof.-Goldmann.png 918w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-28484" class="wp-caption-text">Dr. Goldmann, Facharzt für Hämostaseologie</p></div>
<p style="text-align: left;">Als es möglich schien, und weil Marlons Tante um die Ecke wohnt, besprachen sich die Eltern mit der Kinderärztin und fuhren für ein Wochenende allein in die Berge. Doch die Kinderärztin schaffte es nicht, die Spritze richtig zu setzen. Einspringen musste Marlons großer Bruder. Helgas Schwester besänftigte die besorgte Mutter am Telefon und bat sie, nicht vorzeitig zurück zu kommen. So etwas erlebten sie mit Ärzten häufiger. „Kaum ein Kinderarzt weiß überhaupt von der Krankheit“, sagt Helga. Auswärtige Übernachtungen waren für Marlon nur möglich, wenn sie selbst abends vorbeifahren und ihm seine Injektion geben konnte. Auch mit der Klinik hatten sie erst nach einem Wechsel des Hämophiliezentrums Glück. Dr. Georg Goldmann, bei dem sie sich inzwischen seit vielen Jahren gut aufgehoben fühlen, sprach die Familie vor vier Jahren auf moderne, innovative Therapien an.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-18 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Fortschrittliche Therapien ändern alles</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-19" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Das war eine einmalige Chance und „die große Wende“, so Mutter Helga. Denn, obwohl Marlons Venen irgendwann stark genug waren und er im Alter von sieben Jahren den Port nicht mehr brauchte, blieb das wegen eines entwickelten Hemmkörpers täglich zweimalige Spritzen für alle eine Qual. „Mein Mann hat den Arm gehoben und gehalten, und ich habe gespritzt, und wenn das dann schiefging, hab‘ ich gesagt: du hast ihn nicht richtig gehalten &#8230; Wir haben mit Marlon auf dem Schoß heftige Auseinandersetzungen gehabt“, erinnert Helga sich. Einmal habe sie vor lauter Frust alles hingeworfen, sei auf den Spritzen herumgetrampelt und hätte gesagt: „Ich will nicht mehr! Ich kann nicht mehr!“</p>
<p>„Als sich für Marlon im Sommer 2016 die Möglichkeit ergab, an einer der Zulassungsstudien für eine innovative Therapie teilnehmen zu können, entschied sich die Familie sofort dazu“, berichtet der Facharzt für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie. „Vor dem Therapiewechsel musste Marlon an 365 Tagen im Jahr zu festen Uhrzeiten 2x täglich substituiert werden. Der Zeitaufwand dafür war enorm hoch, und sie mussten sich an feste Uhrzeiten halten. Jetzt braucht Marlon erheblich seltener eine Gabe, und der Zeitaufwand reduziert sich hierdurch bedeutend“, so Dr. Goldmann weiter. Und Mutter Helga lacht: „Ich muss mir für die Spritze eine Erinnerung ins Handy setzen.“ Sonst vergesse sie die Medikation unter Umständen, weil die Hämophilie so in den Hintergrund gerückt sei. Trampolinspringen, Fußballspielen, sogar mit der schon erwachsenen Schwester für zwei Tage in den Europapark verreisen oder bei der Selbstverteidigung Wing Tsun schon die zweite Stufe erreicht haben – all das ist für Marlon nun ganz normaler Alltag. Aber „man darf es halt nicht übertreiben“, sagt er ganz pragmatisch. Mit den modernen Therapien kommt er so gut klar, dass er sich inzwischen sogar selbst spritzt.</p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-19 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Schicksalsgenossen geben Halt und Hilfe</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-20" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Dank Therapieumstellung kann die halbitalienische Familie auch endlich in den Urlaub nach Sizilien fahren, ohne das halbe Auto mit Medikamenten vollzuladen. „Früher fuhren wir mit 260 Medikationsfläschchen nach Italien, ich nahm nur drei Kleider mit, die anderen fünf Unterhosen und wenig Kleidung. Jetzt brauchen wir für den Urlaub nur 4 Fläschchen und ich kann auch mal mehr als drei Kleider mitnehmen!“, lacht Helga. Angst hatte sie um ihren Sohn in den letzten Jahren nur noch einmal zu Beginn der Coronakrise, als nicht klar war, ob es einen Medikamentenengpass geben würde. Doch auch da hatten sie Glück, in Bonn von einem<br />
Fachzentrum betreut zu werden, und erhielten Vorräte für mindestens 12 Wochen. „Gerade die letzten Jahre haben in der Hämophiliebehandlung durch Entwicklung neuer Therapeutika und Therapieansätze zu vielen Änderungen geführt, die eine spezialisierte Versorgung und Beratung erfordern“, bestätigt auch Dr. Goldmann.</p>
<p>Zu seinen Freunden nach Hause geht Marlon aber noch immer nicht so gern, er lädt sie lieber zu sich ein. Einige von ihnen hat er auch in Selbsthilfegruppen und bei regelmäßigen Treffen der Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. (IGH) und der Deutschen Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG) kennengelernt. Seine Mutter sagt, ohne das jährliche Wochenende der IGH im September, ohne die Betroffenengruppen, Vater-Kind-Tage und Spritzkurse wäre in all den Jahren alles noch schwerer gewesen. Sie würde jeder betroffenen Familie raten, sich nicht nur nach einem großen, guten Hämophiliezentrum umzusehen wie dem in Bonn, sondern sich auch eine solche Gruppe Gleichbetroffener zu suchen: „Daraus haben sich wirklich schöne Freundschaften ergeben.“ Und auch der Experte aus Bonn rät: „Gute Hilfestellungen, um z. B. ein geeignetes Zentrum zu finden oder auch zu Themen rund um die Hämophilie, können hier die verschiedenen Selbsthilfeorganisationen geben.“</p>
<p>* Stand: 2021 </p>
<p><i>Bildnachweis:</i> MolinaFotografie</p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/es-war-fuer-uns-die-grosse-wende/">&#8222;Es war für uns die große Wende!&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein gutes Leben mit Hämophilie</title>
		<link>https://mutmachseiten.de/ein-gutes-leben-mit-haemophilie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbanik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 13:54:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Hämatologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mutmachseiten.de/?p=22830</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jan (31) leidet seit seiner Geburt an Hämophilie A. Schon in seiner Kindheit bemerkte er außerdem, dass er Transgender ist: „Ich hatte immer zwei Lasten, die ich mit mir tragen musste.“ Beides wirft dunkle Schatten auf seine Kindheit und Jugend. Seit einem halben Jahr nimmt Jan moderne Medikamente gegen die Bluterkrankheit. Zum ersten  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/ein-gutes-leben-mit-haemophilie/">Ein gutes Leben mit Hämophilie</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="width:calc( 100% + 0px ) !important;max-width:calc( 100% + 0px ) !important;margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-bg-blend:overlay;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-margin-top-small:4vw;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-title title fusion-title-20 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h1 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="font-family:&quot;Karla&quot;;font-style:normal;font-weight:400;margin:0;text-transform:none;--fontSize:30;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Hämatologie</h1></div><div class="fusion-text fusion-text-21" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><div>
<p><i><span data-contrast="auto">Jan (31) leidet seit seiner Geburt an Hämophilie A. Schon in seiner Kindheit bemerkte er außerdem, dass er Transgender ist: „Ich hatte immer zwei Lasten, die ich mit mir tragen musste.“ Beides wirft dunkle Schatten auf seine Kindheit und Jugend. Seit einem halben Jahr nimmt Jan moderne Medikamente gegen die Bluterkrankheit. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich nun trotz allem frei und sagt: „Du musst versuchen, dich zu lieben, und mit anderen Menschen respektvoll umgehen.“</span></i></p>
</div>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-21 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:#1b4379;"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Man wird damit geboren</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-22" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="none"><img decoding="async" class="alignright wp-image-22834" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten.png" alt="Unter Hämophilie A leiden fast nur Männer. Die Krankheit wird aber oft von den Müttern vererbt." width="350" height="350" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-200x200.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-400x400.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-600x600.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-768x768.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-800x800.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten-1024x1024.png 1024w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Erlaeuterung_Mutmachseiten.png 1080w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Jan ist ein aufgeschlossener, freundlicher und hilfsbereiter Mensch, der gern mit seinen beiden Hunden spazieren und zur Arbeit geht. Man sieht ihm nicht an, welches Schicksal er seit seiner Geburt mit sich trägt. Als Jan in den späten 80ern geboren wurde, war recht schnell klar, dass etwas mit ihm nicht stimmt. „Ich war gerade geboren, da haben sie festgestellt, dass ich Hämophilie habe“, sagt er. Der Säugling bekam einen Port in die rechte Brust gelegt. Alle zwei Tage wurde ihm darüber der Blutgerinnungsfaktor VIII gespritzt, denn dieser fehlt den Betroffenen.</span><span data-ccp-props="{"> </span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-22 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Der Fahrt in die Klinik war Alltag</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-23" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Übertragen wird der zugrunde liegende Defekt auf dem X-Chromosom. Von Hämophilie A sind also vor allem Männer betroffen. Jans Eltern mussten früh lernen, mit ihrem kranken Baby umzugehen. Alle zwei Tage fuhren sie mit ihrem neugeborenen Sohn in die Uniklinik, um ihm über den Port Medikamente spritzen zu lassen. Dort betreute Dr. Carmen Escuriola-Ettingshausen Jan schon damals und heute noch im Hämophilie-Zentrum Rhein-Main. „Wenn wir mit dem Auto fuhren, egal wohin, habe ich immer geschrien: ‚Nicht auf die Autobahn, nicht auf die Autobahn!‘“, erinnert sich Jan. Zu groß war die Angst, dass es wieder in die Klinik geht.</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-23 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Belastung für Körper und Geist</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-24" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Bis heute ist Jan diese Angst geblieben: vor der Klinik und vor allen Dingen vor den Nadeln. Mit sechs Jahren lernte er dennoch, sich selbst zu spritzen. Er wollte unabhängiger sein. Auch wurde ihm auf seinen Wunsch der Port entfernt, weil er sich für ihn schämte. Von da an erfolgten die Injektionen intravenös. Die psychischen Belastungen ließen Jan aggressiv und gewalttätig werden, gerade denen gegenüber, die helfen wollten. „Wenn du klein bist, bist du sauer auf alle, weil du siehst, deine Freunde sind frei und müssen sich nicht spritzen.“ Zusätzlich fühlte er sich schon früh als Mädchen in einem Jungenkörper gefangen. Vielleicht, so sagt er*, führte auch das damals zu seinem ablehnenden Verhalten, dass er sich immer falsch fühlte.<br />
</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-24 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Der Umgang mit der Erkrankung prägt das Leben</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-25" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>So zog Jan mit 14 schon von zu Hause aus. Er sehnte sich nach Freiheit, wollte ein normales Leben und die Hämophilie und das ständige Spritzen hinter sich lassen. Von da an spritzte er sich nur noch, wenn die Schmerzen kamen. Er begann Drogen zu nehmen, um sich zu betäuben, und achtete nicht auf seine Krankheit. „Raubbau am eigenen Körper“ und einen „großen Fehler“ nennt er das heute. Was er damals nicht bedachte: Die Folgen der unbehandelten Einblutungen in die Gelenke bleiben ein Leben lang. Heute kann Jan kaum rennen oder springen. Und auch die Angst vor den Injektionen begleitet ihn bis heute. Selbst seine Ausbildung als Tierpfleger und sieben Jahre Arbeit im Tierschutz schafften es auf Dauer nicht, ihm ein ausgefülltes und ruhiges Leben zu geben. Seine Rastlosigkeit trieb ihn schließlich immer weiter von einem Beruf zum nächsten, die Schmerzen und die Hämophilie trägt er dabei stets mit sich.</p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-26" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"></div><div class="fusion-title title fusion-title-25 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Dank Innovation ein fast normales Leben</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-27" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p>Im Oktober 2019 berichtete ihm Dr. Escuriola-Ettingshausen zum ersten Mal von modernen Medikamenten für Hämophilie-AErkrankte. Bereits ein Jahr zuvor hatte Jan sich für eine Testreihe neuer Medikamente angemeldet, die dann aber so nicht stattfinden konnte. „Ich hätte es gemacht, auch wenn ich gewusst hätte, dass man sterben kann. Hauptsache war für mich: nicht mehr dauernd in die Vene spritzen“, sagt er. Seine Ärztin stellte ihm die fortschrittlichen Therapiemöglichkeiten so vor: „Deutlich seltenere Injektionen als vorher reichen in der Regel aus, und das bei einem guten Blutungsschutz.“ Jan spürte die Erleichterung für sein Leben schnell.</p>
<div></div>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-26 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Kein Vergleich zu früher</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-28" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Die Angst vor den Spritzen ist nicht verschwunden. Besonders Blut abnehmen ist immer noch schlimm, das macht Jan nur selbst. Nachdenklich sagt er: „Das, was du erlebt hast, das bleibt immer. Aber jetzt habe ich Lebensqualität geschenkt bekommen." Mit den fortschrittlichen Medikamenten fühlt der junge Mann sich stärker und sicherer. Er hat gelernt, mit der Hämophilie umzugehen. Schon nach nur wenigen Monaten mit den modernen Therapien kann er spürbar besser laufen und hat weniger Schmerzen beim Auftreten. Er arbeitet mittlerweile am Empfang eines Unternehmens, übernimmt Verantwortung und fühlt sich aufgehoben. Von den Drogen ist er lange los. Und auch das Verhältnis zu seinen Eltern hat Jan verbessert. Heute ist es so gut wie nie zuvor. Dabei hatten sie jahrelang keinen Kontakt. Doch inzwischen weiß Jan, was es bedeutet, wenn jemand für ihn da ist. Und er erlebt endlich eine Freiheit, nach der er sich lange gesehnt hat. Die neu gewonnenen Möglichkeiten lassen ihn entspannter sein. Er ist glücklicher.</span><span data-ccp-props=""><br />
</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-27 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Hoffnung für alle Betroffenen</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-29" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Auch für seine zweite Last hat Jan sich nach einer Erleichterung erkundigt. Tatsächlich gibt es in Deutschland Ärzte, die transsexuelle Bluterkranke operieren. Einerseits möchte Jan diese Möglichkeit nutzen. Andererseits sagt er: „Man muss sich vielleicht einfach mit manchem abfinden. Ich werde mein Leben so weiterleben, und im nächsten Leben wird vielleicht alles besser.“ Auf dem Weg der Besserung befindet Jan sich schon jetzt mit den modernen Therapien. „Wenn ich etwas bestimmen würde“, meint er mit einem Lächeln, „würde ich sagen, man soll den Betroffenen nur noch diese Medikamente geben.“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Jan spricht von sich selbst im Maskulinum.</p>
<p><i>Bildnachweis</i>: Nina Schöner</p>
</div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/ein-gutes-leben-mit-haemophilie/">Ein gutes Leben mit Hämophilie</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Hoffnung für Hämophilie-Erkrankte</title>
		<link>https://mutmachseiten.de/neue-hoffnung-fuer-haemophilie-erkrankte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbanik]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 13:13:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Hämatologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mutmachseiten.de/?p=22808</guid>

					<description><![CDATA[<p>Felix (8*) leidet seit seinem ersten Lebensjahr an der erblichen Bluterkrankheit Hämophilie A. Die Erkrankung riss Mutter Johanna (39*) und Vater Marcus (45*) von heute auf Morgen aus dem normalen Leben und überschattete Felix’ erste Kinderjahre. Es besteht für den Jungen immer das Risiko gefährlicher äußerer oder innerer Blutungen. Daher musste er bereits  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/neue-hoffnung-fuer-haemophilie-erkrankte/">Neue Hoffnung für Hämophilie-Erkrankte</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap" style="width:calc( 100% + 0px ) !important;max-width:calc( 100% + 0px ) !important;margin-left: calc(-0px / 2 );margin-right: calc(-0px / 2 );"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column" style="--awb-padding-right:0px;--awb-padding-left:0px;--awb-bg-blend:overlay;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-margin-top-small:4vw;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column"><div class="fusion-title title fusion-title-28 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h1 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="font-family:&quot;Karla&quot;;font-style:normal;font-weight:400;margin:0;text-transform:none;--fontSize:30;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Hämatologie</h1></div><div class="fusion-text fusion-text-30" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><div>
<p><i><span data-contrast="none">Felix (8*) leidet seit seinem ersten Lebensjahr an der erblichen Bluterkrankheit Hämophilie A. Die Erkrankung riss Mutter Johanna (39*) und Vater Marcus (45*) von heute auf Morgen aus dem normalen Leben und überschattete <span class="TextRun SCXW202057463 BCX2" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"><span class="NormalTextRun SCXW202057463 BCX2">Felix</span><span class="NormalTextRun SCXW202057463 BCX2">’</span> </span> erste Kinderjahre. Es besteht für den Jungen immer das Risiko gefährlicher äußerer oder innerer Blutungen. Daher musste er bereits als Baby mehrmals täglich von seinen Eltern gespritzt werden – eine Tortur für die ganze Familie. Innovative Therapien ermöglichen dem kleinen Felix und seiner Familie nun ein ganz neues Leben.</span></i></p>
</div>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-29 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Man sieht es ihm nicht an</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-31" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="none"><img decoding="async" class="alignright wp-image-22819" src="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten.png" alt="" width="350" height="350" srcset="https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-66x66.png 66w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-150x150.png 150w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-200x200.png 200w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-300x300.png 300w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-400x400.png 400w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-600x600.png 600w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-768x768.png 768w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-800x800.png 800w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten-1024x1024.png 1024w, https://mutmachseiten.de/wp-content/uploads/2023/02/Haemophilie-A_Definition_Mutmachseiten.png 1080w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Er spielt leidenschaftlich Fußball, kurvt auf seinem Fahrrad durch das Viertel, malt mit Wasserfarben kunterbunte Bilder und liebt das Bauen mit Lego. Felix (8) macht all das, was Jungs in seinem Alter gern tun. Nur etwas ist anders bei dem fröhlichen Kind: Felix ist Bluter. Er leidet unter schwerer Hämophilie A, einer seltenen erblichen Erkrankung, die ihn sein Leben lang begleiten wird. „Er war acht Monate alt, als wir auf seinem Bauch plötzlich blaue Flecken entdeckten – hart und so groß wie Golfbälle", erinnert sich seine Mutter Johanna. „Der Kinderarzt schickte uns in die Düsseldorfer Uniklinik. Dort wurden verschiedene Untersuchungen gemacht, und am nächsten Tag stand fest: Felix fehlt der Gerinnungsfaktor VIII. Was das bedeutet, haben wir Eltern und auch sein großer Bruder Max – er war damals neun Jahre alt – erst gar nicht erfassen können." Hämophilie A wird in der Regel von der Mutter übertragen und betrifft fast ausschließlich männliche Kinder. „In unserer Familie war aber kein Fall bekannt und wir waren überhaupt nicht darauf vorbereitet", sagt Johanna. Dass sie Überträgerin mit verminderten Faktorwerten ist, konnte sie damals noch nicht ahnen.</span><span data-ccp-props=""> </span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-30 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Alltag zwischen Klinik und Angst</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-32" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Die Diagnose krempelt das Leben der Familie komplett um. Felix braucht täglich den fehlenden Gerinnungsfaktor, der üblicherweise in die Vene von Hand, Fuß oder Arm injiziert werden muss. „Wir mussten ihn mit mehreren festhalten. Er wehrte sich mit Händen und Füßen, schrie und schlug um sich – kein Wunder, wie soll so ein kleines Kind verstehen, was da mit ihm passiert? Und das jeden Tag", erzählt Johanna. Um die geeigneten Injektionsstellen zu schonen, erhielt Felix im Alter von einem Jahr einen Port, einen Katheter unter seinem rechten Schlüsselbein. Aber auch der musste immer wieder neu angestochen werden, um die Medikamente zu injizieren. Anfangs fanden die Injektionen in der Klinik statt, nach und nach auch zu Hause. Die Eltern lernten, damit umzugehen.</span><span data-ccp-props=""> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Felix benötigte bald zusätzliche Mittel, denn es bildeten sich Hemmkörper gegen den Faktor VIII, die die Therapie unwirksam machen. „Anstechen, spritzen, anstechen, spritzen – das war unser Alltag, und immer wieder mussten wir unserem Kind wehtun", schildert die Mutter das Drama der ersten Jahre nach der Diagnose. Ein Leben zwischen Terminen in der Klinik und der ständigen Angst, dass Felix etwas passiert. Denn trotz der Behandlung kam es zu spontanen Blutungen, etwa im Mund oder in Muskeln und Gelenken. „Felix' Beine waren mehrfach so geschwollen, dass er nicht mehr laufen konnte und Schmerzmittel brauchte."</span><span data-ccp-props=""> </span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-31 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Auf Hämophilie A lässt sich vor Geburt testen</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-33" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">„Trotz allem haben wir viel gespielt, sind geklettert, Felix hat Radfahren gelernt und kam mit dreieinhalb Jahren in den Kindergarten – in Begleitung einer Assistenz, einer Helferin, die auf ihn aufpasste. Es sollte so normal wie möglich sein“, sagt Johanna. Dennoch hinterlässt eine solch schwere Erkrankung ihre Spuren. Felix zog sich in sein Schneckenhaus zurück, fing erst mit vier Jahren an zu sprechen, und während andere Kinder bunte Bilder malten, waren seine Bilder zunächst nur schwarz. Mit vier Jahren malte er Vulkanausbrüche. „In dieser Zeit hat uns der Kontakt zu anderen Hämophilie-Eltern unheimlich geholfen. Wir waren nicht mehr allein, konnten über unsere Kinder reden, haben Infos zu Medikamenten und Therapien ausgetauscht und uns auch bei Problemen mit der Krankenkasse unterstützt.“ Vor etwa drei Jahren erfuhren Johanna und ihr Mann Marcus von innovativen Therapien, die deutlich verlängerte Anwendungsintervalle ermöglichen. Inzwischen ist Felix in Behandlung bei Dr. Carmen Escuriola-Ettingshausen am Hämophilie-Zentrum Rhein-Main bei Frankfurt. Sie erklärte der Familie, dass die fortschrittlichen Wirkstoffe noch in Studien erprobt werden. Felix kann an den Studien nicht teilnehmen, aber die Ärztin verspricht: „Sobald sie zugelassen sind, wird Felix einer der ersten sein, der sie bekommt.“</span></p>
</div><div class="fusion-title title fusion-title-32 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two" style="--awb-text-color:var(--awb-color6);"><h2 class="fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated" style="margin:0;--fontSize:26;line-height:var(--awb-typography1-line-height);">Moderne Therapieformen für mehr Lebensqualität</h2></div><div class="fusion-text fusion-text-34" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"><p><span data-contrast="auto">Im Frühjahr 2018 war es dann soweit: Felix wurde auf seine innovative Therapie umgestellt. „Deutlich seltenere Injektionen als vorher reichen in der Regel aus. Das ist für die Familie eine enorme Erleichterung. Für die kleinen Patienten bedeutet das eine ganz neue Freiheit, weg von den ständigen Injektionen", erklärt Dr. Escuriola-Ettingshausen. </span><a href="http://www.haemophilietherapie.de"><span data-contrast="none">Grund für die größere Unabhängigkeit ist, dass die innovativen Wirkstoffe vom Körper nicht so schnell abgebaut werden.</span></a><span data-contrast="auto"> Und in der Tat: Felix blühte auf! Im folgenden Jahr kam er in die Schule, sprach und bewegte sich wie jeder andere Junge in seinem Alter. Er spielte Fußball zu Hause und auf dem Schulhof. Seine großen Leidenschaften sind Buchstaben – er wollte ganz schnell lesen lernen – und malen. Erst malte er Krankenhäuser, Ärzte und Patienten, nun sind es bunte Bilder, manchmal mit Tieren und Pflanzen, manchmal abstrakt. „Es scheint so, als hätte er sich den Schmerz von der Seele gemalt", sagt Johanna. Auch zieht sich Felix gern einmal zurück, entweder zum Lego-Bauen oder um einfach ein bisschen für sich zu sein – als Entspannungstherapie quasi. Das Spritzen ist längst Routine geworden. Felix klebt sich das Betäubungspflaster selbst auf – selber spritzen mag er noch nicht –, Papa hält seine Hand und Mama piekst. Nach einer Minute ist alles überstanden. Nur noch alle drei Monate ist eine Kontrolle der Blutwerte im Hämophilie-Zentrum erforderlich, und Felix ist überzeugt: „Mir passiert nichts!" Für die Familie begann mit der fortschrittlichen Therapie auch ein neues Leben – bunter, fröhlicher und viel normaler. „Mein Mann und ich können abends mal ausgehen. Dann passt Max auf Felix auf. Die Kinder verbringen das Wochenende bei den Großeltern, und wir müssen keine Angst haben. Wir waren sogar schon im Urlaub zum Skifahren und Rodeln. Hallo Leben, Familie Stein ist wieder mittendrin!"</span><span data-ccp-props=""><br />
</span></p>
<p><span data-ccp-props=""><i><br /></i></span></p>
<p><span data-ccp-props="">*Stand: 2020</span></p>
<p><span data-ccp-props=""><i>Bildnachweis</i>: Nina Schöner</span></p>
</div><div class="fusion-text fusion-text-35" style="--awb-text-font-family:var(--awb-typography4-font-family);--awb-text-font-weight:var(--awb-typography4-font-weight);--awb-text-font-style:var(--awb-typography4-font-style);"></div></div></div></div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://mutmachseiten.de/neue-hoffnung-fuer-haemophilie-erkrankte/">Neue Hoffnung für Hämophilie-Erkrankte</a> erschien zuerst auf <a href="https://mutmachseiten.de">Mutmachseiten.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
